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Kappile. Oder Bildstöcke, wie sie auch genannt werden. Rund 60 dieser stummen Zeugen eines einmal gesprochenen Gelöbnisses finden sich in Liechtenstein und ziehen den aufmerksamen Spaziergänger in ihren Bann. 58 solcher Orte des stillen Gedenkens sind in Band 1 und 2 von «Kappile - Fenster zwischen Mensch und Glaube» durch Bild und Text dokumentiert und mit ihren jeweiligen, in den Jahren 2000 und 2001 zuständigen Betreuerinnen und Betreuern verewigt. Kein Kappile ist gleich wie das andere. Ob aus längst vergangenen Zeiten stammend, ob kurz vor Drucklegung fertiggestellt, ob aus Holz gefertigt, aus Stein gebaut, gemauert, geschindelt, in Brunnen integriert, in den Fels geschlagen, mit wertvollen Statuen versehen oder mit einfachen Ikonen: den Wegen der Andacht scheint keine Grenze gesetzt. Und auch unter den guten Seelen, die sie in Stand setzen und halten, gibt es keine Einheit der Beweggründe und Wesenszüge. So liegt denn dem vorliegenden Werk auch das Credo zugrunde, dass sich urtümlicher Glaube individuell manifestiert und nur dadurch den aufmerksamen Mitmenschen bereichert.
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