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In seinem dritten Roman «Und es findet sich Leben unter dem Eis» erzählt Jakob Lieberherr kraftvoll und unprätentiös eine ganz unglaubliche, doch wahre Geschichte, die er selbst erlebt hat. Eine unverfälschte Urkraft bricht an den Tag, als im Zuge einer Deportation, Nicolai Chrutow seine Jugendliebe Lena im vergessenen Dorf Michaelofka wieder findet. Intelligenz und eine angeborene Bauerschläue drängen die Beiden in die Freiheit als Landwirte nach westlichem Muster. Mit der Wucht der Volksseele und doch auf dem Boden der Realitäten zerbricht das eisige, kommunistische Regime. Leidenschaften und ein starker Hang zu der Mutter aller Gefühle, prallen auf patriarchische Strukturen. Der Ural als Bollwerk am Rande Sibiriens bringt die seltensten Blüten hervor. Die UdSSR hat das neue Russland geboren. Jakob Lieberherr zeigt, wie eine Welt vermeintlicher Gewissheiten aus den Fugen gerät und wie zerbrechlich menschliche Existenzen sich im unerbittlichen Mahlstrom der Zeit ausnehmen.
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