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Ludwig Marxer, gelernter Jurist, kreist mit seinen Erzählungen um die kriminellen Verwirrungen des Alltags. Zum Beispiel diese: Ein wahrer Gentleman lernt auf Grund einer Kontaktanzeige eine Frau kennen, die kurz darauf sechs Richtige im Lotto hat. Wovon aber nur er etwas weiß. Soll er sie nun umbringen und den Lottoschein selbst einlösen? Oder: Ein dröger Zeitgenosse entdeckt seine große Liebe zum Maserati und geht bis zum Äußersten, um den kostbaren Wagen nicht zu verlieren. Und ist es wirklich nur „Ketschap“, was das Kind im Wohnzimmer entdeckt? Außerdem: Wenn sich zwei zusammentun, um einen Juwelierladen auszurauben, brauchen sie ein todsicheres Versteck für die Beute. Da liegt der Friedhof nahe. Doch wie beweglich sind Leichen? Und wer fährt denn da frühmorgens auf der Autobahn? Auch über das Wunder der Suggestion (oder der Autosuggestion?) macht sich Ludwig Marxer so seine Gedanken – ganz aus der Ferne. Gefährlich nah kommt dagegen ein Jurist der Künstlerin in „Künstlerpech“. Keine Kunst ist das Fernsehen, aber es kann eine wunderbare Waffe sein. Zum Beispiel in „Tödliches Dreieck“. Ist man(n) dann mit seinem Latein am Ende, muss man(n) eben Nachhilfeunterricht nehmen. Und der führt einen vielleicht direkt in die Arme der großen Liebe. Solange da nicht etwas falsch verstanden wird. Und auch harmlose Nachbarinnen können es faustdick hinter den Ohren haben, wie uns Ludwig Marxer spannend und unterhaltsam zugleich beweist.
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